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Der Businessplan - Grundlagen, Struktur, Inhalt, Zielsetzung
Der Businessplan - Grundlagen, Struktur, Inhalt, Zielsetzung
Der Businessplan ist das zentrale Dokument, wenn es darum geht Kredite und Förderungen zu beantragen, Investoren zu finden und neue Geschäfte zu planen. Es gibt unzählige Informationen darüber, wie man einen Businessplan erstellt. Daher möchten wir mit diesem Artikel nicht eine weitere Schreibanleitung für einen Businessplan geben, sondern aus der Sicht von Banken und Investoren darstellen, wie ein Businessplan aufgebaut werden sollte, welche Inhalte in welcher Form vorhanden sein müssen und wie man bei der Erstellung am besten vorgeht.
Zweck, Inhalt und Umfang des Businessplans Ein Businessplan sollte kurz und prägnant sein. Genauso wie eine Bewerbung erhalten Banken und Investoren unzählige Businesspläne und Investitionsvorschläge, so dass Zeit bares Geld ist. Zwar gibt es keine festen Regeln, wie viele Seiten ein Businessplan umfassen sollte, nach unserer Erfahrung sind 20 bis 25 Seiten für die meisten Vorhaben aber völlig ausreichend. Häufig wird zu sehr ins Detail gegangen und zum anderen werden viele Informationen mehrfach dargestellt. Dies bringt keinen Mehrwert sondern langweilt nur den Leser. Daneben gibt es weitere wichtige Aspekte, die aus Sicht des Adressaten von Bedeutung sind:
  • Zweck Der Zweck eines Businessplans ist die Darstellung eines spezifischen Vorhabens. Die Adressanten können vielfältig sein, wir möchten uns aber auf Banken als Fremdkapitalgeber und stille Investoren als Eigenkapitalgeber beschränken. Letztendlich möchten beide Gruppen eine Abschätzung erhalten, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, das eingesetzte Kapital und die vereinbarten Zinsen zurückzuerhalten, wobei die Zinsen bei Banken fest vereinbart und bei Investoren variabel sind. Zusätzlich partizipieren Investoren noch an einer Wertsteigerung ihres Anteils bei einem generell höheren Risiko.
  • Inhalt In jedem Businessplan sollten folgende Bestandteile vorkommen: Management Summary, Unternehmensbeschreibung, Produkt- und Leistungsdarstellung, Markt- und Wettbewerbsanalyse, Marketing- und Vertriebsplan, Finanzplanung, Risikoanalyse, Fazit.
  • optionale Inhalte Neben den zentralen Bestandteilen jedes Businessplans gibt es verschiedene Inhalte, die je nach Projekt und Adressant in den Businessplan aufgenommen werden können. Hierzu gehören zum Beispiel: Sensitivitätsanalyse, Stresstest, Liste mit Kunden und Verträgen.
  • Daten und Fakten Daten und "harte" Fakten sind sicherlich der problematischste und aufwendigste Bestandteil jedes Businessplans. Während es einfach ist, das Unternehmen, die Geschäftsprozesse oder die Vertriebsstrategie zu beschreiben, ist die Darlegung von Kennzahlen, Prognosen und Daten deutlich schwieriger. Hierbei handelt es sich häufig um einen Ablehnungsgrund, da die Aussagen in dem Businessplan nicht belegt werden können oder zu unrealistisch erscheinen. Es ist daher notwendig, plausible und nachvollziehbare Aussagen zu machen. Ein Beispiel verdeutlicht die Vorgehensweise. Bei einer Neugründung kann man die Umsatzentwicklung nicht aus den Vorjahren hochrechnen, sondern man muss sich den zu erwartenden Umsatz und das Umsatzwachstum von einer externen Quelle beschaffen. Hierzu kann man sich zum Beispiel eine vergleichbare Gruppe von Unternehmen suchen und davon einen durchschnittlichen Umsatz bilden.
  • Kennzahlen Für Banken und Investoren sind einige wenige Kennzahlen von besonderer Bedeutung. Die Bank vergibt typischerweise Fremdkapital zu einem festen Zinssatz und erwartet die termingenaue Zahlung der Zinsen und Tilgung des Kredits. Von zentraler Bedeutung ist also, ob der zu erwartende Gewinn in einer definierten Periode groß genug ist, um diese Aufgabe zu erfüllen und wie groß die Ausfallwahrscheinlichkeit ist. Investoren sind typischerweise mit Eigenkapital an dem Unternehmen beteiligt. Hierbei wird also nicht ein fester Betrag ausgeschüttet, sondern der Gewinn wird anteilig an die Investoren ausbezahlt. Den Investor interessiert also der Gewinn im Verhältnis zu seiner Einlage, die Ausfallwahrscheinlichkeit des Unternehmens und zusätzlich wie sich der Wert seiner Beteiligung entwickelt.
Überflüssige Inhalte in einem Businessplan Der Businessplan sollte möglichst kurz sein, aber auf der anderen Seite alle wichtigen Fakten des Vorhabens darstellen. Viele Businesspläne beinhalten doppelte oder überflüssige Inhalte, die von den Lesern meist negativ wahrgenommen werden:
  • SWOT-Analyse Die SWOT-Analyse (Beschreibung der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken) wird häufig als ein Bestandteil des Businessplans angeführt. Der gesamte Businessplan sollte aber die Zielsetzung haben, die Stärken und die Chancen des Vorhabens darzustellen. Dies führt dazu, dass die Hälfte der SWOT-Analyse doppelt vorkommt. Viel wichtiger ist es, einen eigenen Abschnitt „Risikoanalyse“ zu schreiben, der mögliche Risiken und Schwächen aufzeigt. Diese sollten realistisch benannt werden, sowohl was den Umfang wie auch die Eintrittswahrscheinlichkeit betrifft, da keine Vorhaben risikolos ist.
  • Produkt- und Leistungsbeschreibung Vielfach wird bei der Beschreibung der Produkte und Leistungen zu sehr ins Detail gegangen. Dies gilt insbesondere für Geschäftsabläufe, Prozesse oder technische Beschreibungen. Gerade wenn der Leser kein Spezialist auf dem Gebiet ist, führt dies dazu, dass das Unverständnis wächst und das Interesse abnimmt. Komplexe Sachverhalte gehören in diesem Zusammenhang in den Anhang oder werden auf Nachfrage bereitgestellt. Die Produkt- und Leistungsbeschreibung sollte vielmehr einen verständlichen Eindruck vermitteln, Alleinstellungsmerkmale aufzeigen und den Geschäftsprozess darlegen.
  • Doppelte Inhalte Häufig kommen Inhalte in dem Businessplan doppelt vor. Dies sollte vermieden werden, wenngleich es Ausnahmen gibt. Wichtige Fakten wie zum Beispiel das Wachstum, die Umsatz- und Renditeentwicklung oder die Alleinstellungsmerkmale können auch mehrfach auftauchen, um die Stärken des Vorhabens zu untermauern.
  • Finanzplanung Ein Finanzplan mit einem Umfang von 20 Seiten, der jede Büroklammer auflistet, ist eindeutig zu umfangreich. Vielmehr sollte möglichst viel konsolidiert werden und der Gesamtumfang bei 5 - 8 Seiten liegen. Wichtig ist der Investitionsplan mit maximal 2 Seiten, die Liquiditätsplanung für einen definierten Zeitraum mit einer Seite, die Ertragsplanung für 4 - 5 Jahre mit maximal 2 Seiten. Zusätzlich kann man noch eine Break-Even-Analyse bei Bedarf einfügen. Die einzelnen Bestandteile sollten in einem Text mit einem Umfang von 1 -2 Seiten nochmals diskutiert werden und die wichtigsten Aspekte wie die Rendite, der Break-Even und das Wachstum sollten hervorgehoben werden.
Erfolgswahrscheinlichkeiten Die Erfolgswahrscheinlichkeiten werden durch mehrere Faktoren bestimmt. Generell lassen sich aber bestimmte Aspekte definieren, die die Wahrscheinlichkeit für einen positiven Bescheid von Banken und Investoren erhöhen:
  • Eigenkapital Eigenkapital ist einer der wichtigsten Faktoren, für die erfolgreiche Finanzierung eines Projekts. Je nach Risiko des Projekts sollte der Anteil des Eigenkapitals zwischen 20% und 50% liegen. Eine 100%-Finanzierung durch Fremdkapital ist nicht realistisch.
  • Alleinstellungsmerkmale Viele Businesspläne vermitteln dem Leser nicht das Gefühl, dass sich das Unternehmen am Markt durchsetzen wird. Daher ist es wichtig Merkmale herauszuarbeiten, die einen Vorteil gegenüber den Wettbewerbern darstellen.
  • Markt- und Wettbewerbsumfeld Das Markt- und Wettbewerbsumfeld bestimmt die Rahmenbedingungen und Erfolgsaussichten. Je niedriger die Markteintrittbarrieren sind, desto niedriger ist typischerweise auch die Rendite. Wachstumsmärkte haben hingegen häufig hohe Einstiegshürden.
  • Wachstumsentwicklung Vor allem für Investoren, die sich mit Eigenkapital an dem Unternehmen oder Projekt beteiligen, ist die Wachstumsentwicklung von großer Bedeutung. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass der Investor nicht nur Rückflüsse in Form von Dividenden erhält, sondern seinen Anteil auch zu einem höheren als dem Einstandspreis veräußern möchte. Eine mögliche Berechnung des Wertes basiert auf der Abdiskontierung der zukünftigen Cash-Flows. Eine höhere Wachstumsrate von Umsatz und Gewinn ist somit maßgeblich für den Wert des Investments. Die Bank hingegen ist vor allem an der Zahlung der Kreditzinsen und der Tilgung des Kredits interessiert, so dass hier vor allem der absolute Gewinn und weniger ein hohes Wachstum von Relevanz ist.
  • Beteiligte Die Wahrscheinlichkeit ein erfolgreiches Unternehmen zu führen, hängt maßgeblich von den verantwortlichen Managern ab. Insbesondere die Fähigkeiten, die angebotenen Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen sowie die Auswahl und Führung des Personals, sind Kriterien, die von Investoren und Banken als wichtig angesehen werden. Branchenspezifische Kompetenzen sind hingegen nur an zweiter Stelle zu nennen. Diese Ordnung sollte sich auch in dem Businessplan widerspiegeln, wenn es darum geht, die Kernkompetenzen des Managements zu beschreiben.
Alle Angaben und Informationen basieren auf der realen Entwicklung von Projekten mit Investoren und Banken. Es wird keine Gewähr für die Aussagen übernommen. Der Beitrag ist nicht abgeschlossen und wird regelmäßig erweitert und ergänzt.
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